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Staatliche Regelschule "Am Nationalpark Hainich"

 

Die Schulbildung im Wandel der Zeit


Im Jahre 1830 kaufte die Gemeinde Weberstedt das Haus Langgasse Nr. 24 (jetzige Kindertagesstätte) und richtete hier eine Mädchenschule ein. In den 30er Jahren gab es in Weberstedt zwei Schulgebäude. In der jetzigen Langgasse 7, in der sich zur Zeit der Kindergarten befindet, wurden die Kinder der 1 – 4 Klasse unterrichtet und in dem alten Schulgebäude neben der Kirche (Kirchschule) waren die Schüler der 5 – 8 Klasse untergebracht. Die Kirchschule wurde 1938 abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. 1943 wurde eine vierklassige Schule mit 2 Lehrern und 1945 eine fünfklassige mit drei Lehrkräften eingerichtet, da die Schülerzahl durch die vielen Umsiedler gestiegen war. 1946 wurde die politische Entscheidung getroffen, dass in jedem Kreis Thüringens zwei Zentralschulen bis 01.09.1946 geschaffen werden sollten. Für den Kreis Bad Langensalza wurden dafür die Orte Weberstedt und Bad Tennstedt vorgesehen. In Weberstedt nutzte man dazu das ehemalige Schloss des Barons von Goldacker. Ab 1.09.1946 konnte die ZENTRALSCHULE WEBERSTEDT ihre Türen öffnen.

 

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1.09.1946 Zentralschule (Schloß Goldacker)

 

Zunächst gab es fünf Klassenräume und sieben Lehrkräfte. In den nächsten Jahren entwickelte sich die Zentralschule Weberstedt zu einer umfassend ausgebauten Schule. Es wurden Schüler aus Weberstedt, Mülverstedt, Flarchheim und Heroldishausen unterrichtet. 1959 wurde die Zentralschule in eine Polytechnische Oberschule umgewandelt. Die 10-jährige Schulpflicht wurde eingeführt. Am 1.10.1959 wurde in Weberstedt der Schulhort eröffnet. Trotz zahlreicher Investitionen stellte sich heraus, dass die Unterrichtsbedingungen im Schloss schlecht waren und die Klassenräume nicht ausreichten. Die 1. – 4. Klasse musste außerhalb des Objektes unterrichtet werden, und zwar in der Kirchschule und auch in Mülverstedt. Für den Sportunterricht stand keine Turnhalle zur Verfügung. Auch für den polytechnischen Unterricht gab es keine geeigneten Räumlichkeiten. Diese wurden erst in den Jahren 1972 – 74 durch den Bau des Polytechnischen Kabinetts geschaffen. Gleichzeitig entstanden dort noch 2 Klassenräume für den theoretischen Unterricht sowie eine Küche mit einem Speisesaal. 1975 - 1977 erfolgte der Bau einer Turnhalle. Gleichzeitig wurde ein Jugend- und Veteranenclub in diesem Gebäude geschaffen. In den folgenden Jahren wurden verstärkt Forderungen zum Bau einer neuen Schule laut. Im Februar 1985 erfolgte die Grundsteinlegung der neuen Schule. Am 30.08.1986 erfolgte die Einweihung der Polytechnischen Oberschule „Gerhard Eisler“ in Weberstedt.

 

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Polytechnische Oberschule Fertigstellung 1986

 

In dieser Schule wurden die Kinder der 1 – 10. Klasse aus den Orten Weberstedt, Mülverstedt, Flarchheim, Heroldishausen, Alterstedt, Zimmern und Waldstedt unterrichtet. Nach der Wiedervereinigung 1990 sollte für jedes Kind die Möglichkeit geschaffen werden, einen seinen Leistungen entsprechenden Schulabschluss zu erhalten (Haupt-, Realund Gymnasialabschluss). Auf der Grundlage dieser Vorstellungen wurde ein Schulverbund gegründet. Diesem Schulverbund gehörten die Schulen Seebach, Großengottern, Schönstedt und Weberstedt an. Im Laufe des Schuljahres 1991/1992 stellt sich heraus, dass die Dreiteilung der Regelschule keine Perspektive hatte. So kam es zur Bildung einer reinen Grundschule in Schönstedt (Kinder aus 8 Orten) für die 1. – 4. Klasse. Weberstedt wurde Regelschule für Haupt- und Realschüler ( Kinder aus 12 Orten). Großengottern blieb Gymnasium. Im Schuljahr 2010/2011 besuchen 191 Schüler aus 14 Orten die Regelschule Weberstedt. Die Umwelterziehung spielt im Unterricht und außerunterrichtlich eine große Rolle. Über 40 Umweltprojekte wurden ins Leben gerufen. Zum 11. Mal konnte die Regelschule in diesem Jahr den Titel „Umweltschule“ gewinnen. In diesem Kalenderjahr soll noch die Dämmung der Aussenfassade des Schulgebäudes erfolgen. Weiterhin sind im Hauptschulzentrum Investitionen zur Erneuerung der Werkstatt und eines Klassenraumes geplant. Die Regelschule nahm im Frühjahr am Projekt „Eigenverantwortliche Schule“ teil, ausgehend von den Ergebnissen werden dafür Ziele für die weitere Schulentwicklung abgeleitet. Die Regelschule und ihr Förderverein Im Jahr 2002 wurde an der Schule ein Förderverein gegründet, der für die technische und materielle Ausstattung, für die Organisation von Vortragsabenden sowie für schulische Höhepunkte, z.B. den Weihnachtsmarkt, Gelder zur Verfügung stellt und sich für die Durchführung von Arbeitsgemeinschaften, Freizeitangeboten sowie für die Sucht- und Gewaltprävention engagiert. Unterstützung bekommen die Schüler auch bei der Berufsfindung. Die Schüler der Klassen 7 bis 10 führen regelmäßig Betriebspraktika durch. In diesem Schuljahr konnte durch Fördergelder und Spenden von Firmen aus der Umgebung ein neues PC-Kabinett eingerichtet und ubergeben werden.

 

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