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Freiwillige Feuerwehr Weberstedt

Vorschaubild

 

Stellt Euch vor es brennt und wir haben keine Feuerwehr!

 

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Die Freiwillige Feuerwehr von Weberstedt ist erstmals bei der Übergabe der Handdruckspritze im Jahr 1881 erwähnt worden. Diese Spritze wurde von der Firma Zacher aus Bad Langensalza hergestellt und verbesserte zum damaligen Zeitpunkt die Löschtechnik erheblich. Bis 1939 war die Handdruckspritze das wirkungsvollste Löschgerät bei Bränden.

 

Seit dieser Zeit kam es in Weberstedt zu folgenden nachgewiesenen Bränden:

- 1908: Scheune und Stallungen auf dem Gut,

- 1913: Kirchturm durch Blitzschlag,

- 1921: Scheune der Windmühle, Müller Schmidt,

- 1924: Scheune von Friedrich Kruspe,

- 1931: Scheune auf dem Gut,

- 1953: Feldscheune an der Straße nach Alterstedt,

- 1954: Scheune vom Gehöft Albert Kuhnke,

- 1959: 3 Scheunen, Stallungen und Schuppen von H. Kaftan, H. Wenk, F. Müller, H. Reinz in der Schloßstraße,

- 1968: Gehöft von Edmund Stein,

- 1973: Schuppen von Heini Dietz,

- 1979: Wohnhaus von Werner Frixel,

- 1992: E-Leitungen Hans Kaftan,

- 1993: Werkstatt Merbach,

- 2001: Bäckerei Bonsack,

- 2006: Gartenzaun Dieter Schmidt,

- 2009: Schuppen D. Schmidt, Am Bache.

 

Eine große Verbesserung der Löschtechnik für Brände erfolgte, als 1938 eine Motorspritze – Tragkraftspritzenanhänger mit Tragkraftspritze 4, kurz genannt TSA mit TS4 – beschafft wurde. Diese Spritze förderte in der Minute 400 l Wasser und trug zu einer wirksamen Brandbekämpfung bei.

 

Im Jahr 1960 gab es eine weitere entscheidende Verbesserung der Löschtechnik durch den Erwerb einer TS 8, also eines Tragkraftspritzenanhängers mit TS 8. 800 l Wasser ist die maximale Förderleistung in der Minute. Mit B-Schläuchen kann nun eine größere Menge Löschwasser zur Brandstelle befördert werden, das durch Einsatz von mehreren Strahlrohren effektiv verwendet werden kann.

 

1965 erfolgte der Bau eines Gerätehauses für die Feuerwehr  an der Schwemme.

 

Außer den Einsätzen zur Brandbekämpfung wurden viele Einsätze bei Überschwemmungen notwendig. Sobald sehr starke Regenfälle ein Verstopfen der Brücke an der Hauptstraße verursachten oder der Dorfgraben die Wassermassen nicht mehr fassen konnte, wurde die Feuerwehr alarmiert. Besonders schlimm war es am 16.07.1965, als sich wolkenbruchartige Regenfälle über die Gemeinde entluden. Der Dorfgraben konnte nur kurze Zeit die Wassermassen fassen. Es mussten viele Stallungen und auch Wohnungen geräumt werden.

 

Aus der Geschichte der Wehr – die Wehrleiter:

- Vor 1914 ist bekannt: Albin Witt

- 1914 bis 1920: Ludwig Illhardt

- 1920 bis 1945: Ernst Hunstock

- 1945 bis 1949: Rudolf Stephan

- 1949 bis 1955: Wilhelm Schnitter

- 1955 bis 1990: Egon Wand

- seit 1990: Michael Rebell

 

Die Wehr zählte schon vor 1945 zu den Spitzenwehren im Bereich – sie zählte bis auf wenige Ausnahmen immer zu den Besten. Es wurde 7 mal der Titel „Beste Wehr der WB“, 14-mal der Platz 1, 4-mal der Platz 2 und 3-mal der 3. Platz im Kampfsport erreicht. Bei Kreisausscheiden bzw. Jahresinspektionen wurden als beste Ergebnisse 1-mal der 1. Platz, 3-mal der 2. Platz und 4-mal der 3. Platz erreicht.

 

Höhepunkte waren 1981, 1991 und 2001 die Festwochen anlässlich des 100-, 110- und 120-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Weberstedt. Schauübungen, Festumzüge und Parkfeste waren einige Höhenpunkte aus dem Programm. Gastwehren aus den Nachbarorten und aus der Partnergemeinde Villingen waren Gäste dieser Veranstaltungen.

 

Die Bedingungen unserer Wehr verbesserten sich nach 1999 erheblich. Um der ständigen Entwicklung gerecht zu werden, setzten sich die Wehr und die Gemeinde das Ziel, ein neues und größeres Gerätehaus an einem anderen Standort auszubauen. Durch den Fleiß und Einsatz der Feuerwehrkameraden, der Gemeinde und vieler fleißiger Helfer konnte im Jahr 2000 das Gerätehaus am neuen Standort „Am Schloss 10“ übergeben werden. Neben den zwecknotwendigen Hallen (Garagen, Geräteräume) wurde zusätzlich ein Kameradschafts- und Schulungsraum sowie sanitäre Anlagen geschaffen. 

 

Aber die Kameraden erhielten nicht nur ein neues Domizil. Im Jahr 2000 wurden durch die Gemeinde vier dem neuen Standard entsprechende Atemschutzgeräte an die  Feuerwehr übergeben. Gleichzeitig wurden unsere Kameraden mit komplett neuer Einsatzkleidung und Uniformen ausgestattet. Am 19.12.2000 bekamen unsere Kameraden von unserem Landrat, Harald Zankerr,  ein jüngeres Fahrzeug um die Einsatzbereitschaft zu sichern.

 

Im Oktober 1991 konnte ein gebrauchtes Löschfahrzeug von der Gemeinde Gettenau (Kreis Friedberg) übernommen werden. Dieses Fahrzeug war mit einer Vorbaupumpe ausgerüstet – eine deutliche Verbesserung und Erleichterung bei der Brandbekämpfung. Die Bedingungen unserer  Wehr verbesserten sich nach 1999 erheblich. Durch den Fleiß und Einsatz der Feuerwehrkameraden, der Gemeinde und vieler fleißiger Helfer konnte im Jahr 2000 das Gerätehaus am neuen Standort – Am Schloss 10 - übergeben werden. Neben den zwecknotwendigen Hallen (Garagen, Geräteräume) wurde zusätzlich ein Kameradschaftsraum / Schulungsraum und sanitäre Anlagen geschaffen.

 

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                                                        Kameraden 2011